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In den vergangenen Jahren ist innerhalb der sozialwissenschaftlichen
Konfliktforschung ein erhöhtes Interesse an konstruktivistischen
Ansätzen zu beobachten. Dies galt lange Zeit vor allem für
grundlagentheoretische Fragen, in deren Diskussion sich
konstruktivistische Positionen zunehmend Gehör verschafften. In letzter
Zeit sind in diesem Zusammenhang allerdings zwei forschungspraktische
Fragen aufgeworfen worden, die im Mittelpunkt der Arbeiten des
Netzwerkes stehen. Zum einen ist nach wie vor unklar, was
unterschiedliche Ansätze und Theorien in der Konfliktforschung eint,
die sich als konstruktivistisch bezeichnen. Zum anderen ist eine
Diskussion darüber entstanden, ob konstruktivistische Ansätze über eine
spezifische Methodologie und über gesonderte Forschungsmethoden
verfügen. Ziel des Netzwerkes ist die Überprüfung der theoretischen und
methodologischen bzw. methodischen Einheit und Leistungsfähigkeit
konstruktivistischer Erklärungsansätze im Rahmen der Konfliktforschung.
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